Ja, natürlich!
St. Sebastian betet für Pestopfer
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Vortrag: "Ratten, Gräber und Ikonen: Zur Geschichte der Justinianischen Pest"

St. Sebastian betet für Pestopfer

Tobias Esch (Leiter des kelten römer museums Manching)

In der Regierungszeit des spätantiken Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren, wie Prokop oder Johannes von Ephesos, ein geradezu apokalyptisches Bild zeichnen. Diese sogenannte Justinianische Pest forderte zahllose Todesopfer. Und sie bedrohte jeden, egal ob alt oder jung, arm oder reich. Selbst Kaiser Justinian erkrankte so schwer, dass Gerüchte über seinen Tod die Runde machten.

Doch handelte es sich bei der Seuche wirklich um die Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahl zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um? Diese und weitere Fragen diskutiert der Historiker und Archäologe Tobias Esch. Im Fokus ist der östliche Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse über die Entwickung dieser Seuche verschaffen.

Datum: 11.10.22
Uhrzeit: 18:30 a 20:00
Raum Saal
Infotelefon: 08465 905707

Eintrittspreise

Entrata libera


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